Bloß nicht festlegen

Haben Sie mal versucht, sich mit jungen Leuten zu verabreden? Das ist fast unmöglich. Alle haben heute ein Smartphone mit Terminkalender und Erinnerungsfunktion, doch trotzdem bedarf es etlicher weiterer Abstimmungen und Rückversicherungen per Whatsapp, bis dann schließlich der Termin doch kurzfristig abgesagt wird. In meiner Generation, noch ganz ohne Handy, reiste man gern nach dem Abi per Interrail durch Europa. Wir hatten uns an einem bestimmten Tag mittags um zwölf auf der Piazza del Campo in Siena verabredet, und, was glauben Sie, wir waren natürlich vollzählig dort. Heute ist das undenkbar.

Die große Scheu vor festen Verabredungen scheint einherzugehen mit … weiter lesen

Ein Sabbatjahr für Abiturienten?

Arbeitnehmer, die ein Sabbatjahr wahrnehmen, haben in der Regel zuvor ein Arbeitszeitguthaben aufgebaut, so dass sie nun von ihrem Arbeitgeber bis zu einem Jahr freigestellt werden. Seit die Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre verkürzt wurde, haben Abiturienten alle das Gefühl, ein Jahr rausgearbeitet zu haben. Und so wollen viele nach dem Abitur „erst mal ein Jahr Pause“ eingelegen.

So eine Auszeit ist sinnvoll und toll, wenn man sie wirklich nutzt. Wenn Sie in diesem Jahr das tun, wovon Sie schon immer geträumt haben, machen Sie es richtig. Aber wovon träumen Sie? Mal ins Ausland. Ja, aber wohin? Wollen Sie … weiter lesen

Abi 2017: Planen statt Chillen

Zum Beginn ihres letzten Schulhalbjahres waren Abiturienten immer damit beschäftigt, Bewerbungen um Ausbildungsstellen zu verschicken oder sich bei Hochschulinfotagen über Studiengänge zu informieren. Schließlich haben sie ihr letztes Zwischenzeugnis schon im Dezember bekommen, damit sie festgesetzte Fristen auch einhalten können. Doch seit die Gymnasialzeit auf acht Jahre verkürzt wurde, ist die große Entspannung angesagt: Alle Abiturienten haben das Gefühl, ein Jahr „rausgearbeitet“ zu haben und wollen nach dem Ende der Schulzeit alles tun, nur kein Studium und keine Ausbildung beginnen. „Alles“ bedeutet wirklich alles: Von der Weltreise über ein Soziales Jahr bis zu Praktika, Jobs oder tatsächlich auch Nichtstun. Ist … weiter lesen

Die Bewerbung durch Zitate aufhübschen? Lieber nicht!

Jeder, der schon einmal eine Bewerbung geschrieben hat, weiß, dass man sich damit im allerbesten Licht darstellen will. Und um die eigene philosophische Weltsicht oder auch nur die besondere Allgemeinbildung unter Beweis zu stellen, garnieren manche Bewerber ihre Unterlagen mit Zitaten von berühmten Persönlichkeiten. Im Internet ist schnell etwas Passendes gefunden und schon ist die Bewerbung aufgewertet. Das kann allerdings nach hinten losgehen, wie ich gerade in einer Bewerbungsberatung erleben konnte.

Der junge Mann, fast mit seinem Studium fertig, legte mir seine Bewerbungsmappe vor, die auf den ersten Blick einen guten Eindruck machte: sehr nobel, schönes Papier, ansprechende Gestaltung. Auf … weiter lesen

Mädchen, traut euch!

Alljährlich zum Equal Pay Day können wir in der Zeitung lesen, dass Frauen in Deutschland immer noch im Durchschnitt 22 % weniger verdienen als Männer. Spontan finden das Männer und Frauen gleichermaßen ungerecht und wünschen die Arbeitgeber, die Frauen bei gleicher Arbeit schlechter bezahlen, in den tiefsten Höllenschlund hinab. Da gehören sie auch hin.

Doch ein Blick auf die Top Ten der beliebtesten Studiengänge lässt erahnen, dass ein paar Prozent der Gehaltslücke selbst verschuldet sind. Auf Platz 1 herrscht laut Statistik noch Einigkeit, da sind bei Jungs und Mädchen seit Jahren unangefochten die Wirtschaftswissenschaften.

Auf den Plätzen 2 bis 10 … weiter lesen

Studienwahl per Test

Je näher der 15. Juli rückt, desto drängender wird die Frage: Für welches Studienfach bewerbe ich mich? Da liegt die Idee nahe, einen der kostenlos im Internet angebotenen Test zur Studienwahl zu machen. Das dauert nicht lange und nimmt einem die Entscheidung ab, oder?

Machen Sie gerne Tests? In allen Frauenzeitschriften kann man regelmäßig Tests mitmachen, die einem dann verraten, welcher Mode-, Party-, Urlaubs- oder Diät-Typ man denn so ist. Je nach Ergebnis kauft man sich einen neuen Lippenstift oder schmeißt den Test in den Papierkorb. Leider ist diese Lockerheit im Umgang mit Testergebnissen gar nicht mehr gegeben, wenn es … weiter lesen

Wunschzettel Stellenanzeige

Ich wundere mich immer wieder darüber, was Bewerber nach den Wünschen in Stellenanzeigen alles mitbringen sollen: einen sehr guten Hochschulabschluss, mehrjährige Berufserfahrung, diese und jene Programmier- oder Fremdsprache, Auslandserfahrung und natürlich immerwährende Jugend. Da male ich mir aus, wie diese Anzeigen zustande kommen: Alle aus der Personalabteilung dürfen sich etwas wünschen, was der Bewerber dann erfüllen soll. Schade, dass man von Männern nicht mindestens 1,80 m Körpergröße und gut trainierte Muskeln oder von Frauen wallendes Haar und üppigen Busen verlangen kann.

Im Stellenanzeigenteil der FAZ beschreitet ein Pforzheimer Unternehmen da jetzt neue Wege: Ein bisschen von Casanova und ein bisschen … weiter lesen

Richtig bewerben: Darauf achtet Ihr neuer Arbeitgeber ganz besonders.

Bewerber und Bewerberinnen um eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle geben sich normalerweise große Mühe mit ihrer Bewerbung und hoffen, damit in die Auswahl der guten Kandidaten zu gelangen, die zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Dabei ist es sehr nützlich, sich gedanklich einmal auf die andere Seite des Schreibtischs zu begeben und die Bewerbung mit den Augen des zukünftigen Arbeitgebers zu lesen. Der sieht sich nämlich alle Bewerbungen unter diesen Aspekten an:

Gefällt mir die Bewerbung optisch auf den ersten Blick?
Ist das Anschreiben nachvollziehbar aufgebaut?
Werden alle Anforderungen der Stellenausschreibung erfüllt?
Bringt er/sie auch noch nützliche Zusatzqualifikationen mit?
Gewinne ich einen lebendigen … weiter lesen

Was ist eigentlich ein guter Beruf?

Ich sitze mit einer Freundin von der Studienberatung in der Mensa und wir sprechen darüber, dass wir immer nach einem „guten Beruf“ gefragt werden, als könne man Berufe ganz einfach in gut und schlecht einteilen, wobei die guten Berufe meist mit einem Studium assoziiert werden. Also Lehrer gut, Bürokaufmann schlecht? Gestresste Lehrer und glückliche Bürokaufleute sehen das sicher anders.

Wenn ich nachfrage, was denn mit einem guten Beruf gemeint ist, kommen ganz unterschiedliche Antworten: gesellschaftliches Ansehen, hohes Einkommen, aber auch die Möglichkeit, kreativ zu sein, zu helfen, ins Ausland zu gehen oder gar berühmt zu werden. Und Spaß soll er … weiter lesen

Studienabbrecher: Die 5 Typen, für die es gefährlich werden könnte

Nie war die Zahl derer, die das Abitur schaffen, größer als heute, und entsprechend viele junge Leute zieht es an die Hochschulen. Die Statistik sagt aber, dass rund ein Drittel aller Studienanfänger das Studium nicht abschließt. Sind das nun alles Versager? Viele fühlen sich wohl so, denn der Studienabbruch ist immer noch ein Tabu und Horror aller Eltern. Bloß nicht abbrechen, egal wie schrecklich die Situation an der Uni empfunden wird, ist die Devise. Schlau ist das nicht. Durch reines Aussitzen ist noch kein Studienfach interessanter geworden. Ein Abbruch ist halb so schlimm, wenn man rechtzeitig, d.h. spätestens im vierten weiter lesen