Anleitung für ein richtig schlechtes Bewerbungsschreiben

Wenn Sie mal eine richtig schlechte Bewerbung schreiben möchten, müssen Sie dabei einiges beachten: Sie sollten unbedingt den Namen des potenziellen Arbeitgebers falsch schreiben und in der Anrede „Herr“ verwenden, auch wenn die Bewerbung an eine Frau geht.

Und geben Sie im „Betreff“ einen ganz anderen Beruf als den gesuchten an. Ein zwei bis drei Jahre zurückliegendes Datum auf dem Lebenslauf ist auch schön und passt gut zu einem uralten Foto. Private Fotos mit Ihrem Haustier oder vom letzten Strandurlaub sind für eine miserable Bewerbung ebenfalls sehr gut geeignet.

Machen Sie blöde Fehler, wie „mittelständig“ statt „mittelständisch“ oder „Exxel“ statt … weiter lesen

Im falschen Studienfach – Was nun?

Jetzt ist gerade das Wintersemester gestartet und mit ihm haben allein in NRW mehr als 100.000 Erstsemester ihr Studium aufgenommen. Einige von ihnen wird sehr schnell der Gedanke beschleichen, hier an der Hochschule „falsch“ zu sein. Macht nichts. Das geht vielen so, zu Beginn eines Studiums fremdelt so ein „Ersti“ eben ein bisschen. Bis zum Semesterschluss im Februar haben sich fast alle mit ihrem Fach angefreundet.

Und was machen die, bei denen der Funke nicht überspringt? Die müssen in der vorlesungsfreien Zeit entscheiden, ob sie ihrem Fach im Sommersemester noch eine Chance geben wollen, oder ob sie sich gleich umorientieren: … weiter lesen

Wie alt ist man mit 22?

„Ganz alt“, sagt meine 6-jährige Nichte Martha. „Ganz alt,“ sagt Laura, eine Bachelor-Studentin im 6. Semester und voller Panik, dass sie noch kein Examen hat. „Zu alt“, findet sich Paul, der nach Auslandsjahr und Zivildienst immer noch keinen Studienplatz für Medizin hat, und inzwischen zweifelt, ob ihm die Zeit bleibt, drei weitere Jahre darauf zu warten.

Ein Blick in die Zeitung gibt den Dreien Recht. Überall steht zu lesen, dass die Wirtschaft nach jungen, dynamischen Mitarbeitern sucht. Dazu wird die Gymnasialzeit verkürzt, ein dreijähriges Studium eingeführt und allerorten bricht die große Hektik aus.

Paradoxerweise ist die Lebenserwartung heute 22-Jähriger höher … weiter lesen

Der Fluch der guten Note

Wie in jedem Jahr sind die Abiturzeugnisse verteilt, wie in jedem Jahr sind die Bewerbungen um Studienplätze abgeschickt und wie in jedem Jahr werden etliche Abiturienten im falschen Studienfach landen. Warum das so ist? Nach einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung fällt ein Großteil der Abiturienten die Studienentscheidung in der kurzen Zeit zwischen dem Schulende und dem Bewerbungsstichtag 15. Juli. Viele werden da zu Schnäppchenjägern.

Es wird nicht mehr gefragt, was interessiert mich eigentlich, sondern, was kann ich mit meinen Notendurchschnitt bekommen? Florian und Mareike hatten ein Abi mit der Traumnote 1,0 und damit die luxuriöse Situation, sich ihr Studienfach und die … weiter lesen

Was soll ich studieren?

Mit gut 60% ist „Was soll ich studieren?“ laut Google die mit großem Abstand meistgestellte Frage zur Berufswahl im Internet. Was erwarten die Frager da nur? Dass Google allwissend so etwas wie „Studiere Astrophysik und werde später Astronaut!“ antwortet? Und was wäre, wenn Google zu der Aussage käme: „Lass es lieber, du bist nicht schlau genug?“ Oh, da wäre die Empörung groß. Aber glücklicherweise ist Google doch nicht allwissend und gibt deshalb als Antwort nur ein paar Links preis, zu einer Vielzahl von Studienwahltests.

Wer so einen Test macht und dann erwartet, dass wenigstens hier am Schluss der perfekte Beruf … weiter lesen

Bloß nicht festlegen

Haben Sie mal versucht, sich mit jungen Leuten zu verabreden? Das ist fast unmöglich. Alle haben heute ein Smartphone mit Terminkalender und Erinnerungsfunktion, doch trotzdem bedarf es etlicher weiterer Abstimmungen und Rückversicherungen per Whatsapp, bis dann schließlich der Termin doch kurzfristig abgesagt wird. In meiner Generation, noch ganz ohne Handy, reiste man gern nach dem Abi per Interrail durch Europa. Wir hatten uns an einem bestimmten Tag mittags um zwölf auf der Piazza del Campo in Siena verabredet, und, was glauben Sie, wir waren natürlich vollzählig dort. Heute ist das undenkbar.

Die große Scheu vor festen Verabredungen scheint einherzugehen mit … weiter lesen

Ein Sabbatjahr für Abiturienten?

Arbeitnehmer, die ein Sabbatjahr wahrnehmen, haben in der Regel zuvor ein Arbeitszeitguthaben aufgebaut, so dass sie nun von ihrem Arbeitgeber bis zu einem Jahr freigestellt werden. Seit die Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre verkürzt wurde, haben Abiturienten alle das Gefühl, ein Jahr rausgearbeitet zu haben. Und so wollen viele nach dem Abitur „erst mal ein Jahr Pause“ eingelegen.

So eine Auszeit ist sinnvoll und toll, wenn man sie wirklich nutzt. Wenn Sie in diesem Jahr das tun, wovon Sie schon immer geträumt haben, machen Sie es richtig. Aber wovon träumen Sie? Mal ins Ausland. Ja, aber wohin? Wollen Sie … weiter lesen

Abi 2017: Planen statt Chillen

Zum Beginn ihres letzten Schulhalbjahres waren Abiturienten immer damit beschäftigt, Bewerbungen um Ausbildungsstellen zu verschicken oder sich bei Hochschulinfotagen über Studiengänge zu informieren. Schließlich haben sie ihr letztes Zwischenzeugnis schon im Dezember bekommen, damit sie festgesetzte Fristen auch einhalten können. Doch seit die Gymnasialzeit auf acht Jahre verkürzt wurde, ist die große Entspannung angesagt: Alle Abiturienten haben das Gefühl, ein Jahr „rausgearbeitet“ zu haben und wollen nach dem Ende der Schulzeit alles tun, nur kein Studium und keine Ausbildung beginnen. „Alles“ bedeutet wirklich alles: Von der Weltreise über ein Soziales Jahr bis zu Praktika, Jobs oder tatsächlich auch Nichtstun. Ist … weiter lesen

Die Bewerbung durch Zitate aufhübschen? Lieber nicht!

Jeder, der schon einmal eine Bewerbung geschrieben hat, weiß, dass man sich damit im allerbesten Licht darstellen will. Und um die eigene philosophische Weltsicht oder auch nur die besondere Allgemeinbildung unter Beweis zu stellen, garnieren manche Bewerber ihre Unterlagen mit Zitaten von berühmten Persönlichkeiten. Im Internet ist schnell etwas Passendes gefunden und schon ist die Bewerbung aufgewertet. Das kann allerdings nach hinten losgehen, wie ich gerade in einer Bewerbungsberatung erleben konnte.

Der junge Mann, fast mit seinem Studium fertig, legte mir seine Bewerbungsmappe vor, die auf den ersten Blick einen guten Eindruck machte: sehr nobel, schönes Papier, ansprechende Gestaltung. Auf … weiter lesen

Mädchen, traut euch!

Alljährlich zum Equal Pay Day können wir in der Zeitung lesen, dass Frauen in Deutschland immer noch im Durchschnitt 22 % weniger verdienen als Männer. Spontan finden das Männer und Frauen gleichermaßen ungerecht und wünschen die Arbeitgeber, die Frauen bei gleicher Arbeit schlechter bezahlen, in den tiefsten Höllenschlund hinab. Da gehören sie auch hin.

Doch ein Blick auf die Top Ten der beliebtesten Studiengänge lässt erahnen, dass ein paar Prozent der Gehaltslücke selbst verschuldet sind. Auf Platz 1 herrscht laut Statistik noch Einigkeit, da sind bei Jungs und Mädchen seit Jahren unangefochten die Wirtschaftswissenschaften.

Auf den Plätzen 2 bis 10 … weiter lesen